Monats-Archive: November 2010

Das Fitnesstraining für ein besseres Sexualleben

Die Sexualität ist für die meisten Menschen ein wesentlicher Bestandteil ihres Lebens. Schließlich gibt es nichts Schöneres, als mit dem Partner bzw. der Partnerin die körperliche Liebe zu erleben. Umso größer ist der Frust, wenn es mit der Sexualität nicht mehr funktioniert. Laut Schätzungen leiden alleine in Deutschland rund 6 Millionen Männer unter einer Erektionsschwäche. Gerade unter älteren Männern ist dieses Leid sehr verbreitet.

Die Entstehung einer männlichen Erektion ist auf zwei Faktoren zurückzuführen: Eine Erhöhung des Blutzuflusses und eine Verminderung des Blutabflusses. Mit steigendem Alter können diese Funktionen beeinträchtigt werden. Oft kommt es zu Ablagerungen auf den Gefäßwänden, sodass Verkalkungen oder gar ein Gefäßverschluss entsteht. Die logische Folge: Das Blut gelangt nicht bzw. im ungenügenden Maße in das Glied und die Erektion bleibt aus.

Die Verminderung des Blutabflusses ist auf die gesamte Beckenbodenmuskulatur zurückzuführen. Die perineale Ischiocavernosus (IC-) und die bulbospongiosus (BS)-Muskulatur sorgt mit ihrer Anspannung für einen Druck im Glied und mindert den Abfluss. Eine gestörte Schwellkörperfunktion oder geschädigte Blutgefäße, meist resultierend aus einem Unfall oder den Wechseljahren, können den Druck mindern und einer Erektion im Wege stehen.

Mit regelmäßigem Sport ist es glücklicherweise möglich, den Blutabfluss zu mindern und den Blutzufluss zu steigern. Für den Blutzufluss ist Ausdauersport eine gute Wahl. Ob nun Wandern, Joggen oder Aerobic – die Durchflusserhöhungen sorgen für eine bessere Nährstoffversorgung und stärken die Gefäßwand, sodass weiterhin eine gute Durchblutung möglich ist.

Für die Verminderung des Blutabflusses ist ein Training der Beckenbodenmuskulatur geeignet. Dafür muss man sich keineswegs in einem Fitness-Studio anmelden. Es reicht bereits aus, den Hintern fünf- bis zehnmal täglich für jeweils 20 Sekunden mit aller Kraft zusammenzupressen. Ansonsten wären das Krafttraining an der Beinpresse oder das Beincurl-Training sinnvolle Methoden.

Aber Vorsicht: Regelmäßiger Sport mag die Sexualleistung steigern, es ist allerdings keine Universalheilmethode. Ausgeprägte und anhaltende Erektionsstörungen können auf ernste Erkrankungen, zum Beispiel einen drohenden Herzinfarkt oder einen Schlaganfall, hinweisen und müssen unbedingt von einem Arzt abgeklärt werden.

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